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Der Belag macht den Unterschied...

Ab wann die Zurverfügungstellung von Lebensmitteln am Vormittag im Unternehmen ein Mitarbeiterfrühstück im Sinne der Sozialversicherungsentgeltverordnung darstellt und damit zu einem lohnsteuerpflichtigen und sozialversicherungspflichtigen Sachbezug führt, hat das Finanzgericht Münster in seinem Urteil vom 31.5.2017 geklärt.

Die kostenlose Zurverfügungstellung von „trocknen“ Brötchen (verschiedener Art) und Kaffee zur Frühstückspause begründet nach Auffassung des Finanzgerichts Münster noch keinen Sachbezug im Sinne der Sozialversicherungsentgeltverordnung, da zum „Frühstücksmindeststandardstandard“ neben Brötchen oder Backwaren sowie Getränken auch Brotaufstrich oder Aufschnitt gehört. Ein Sachbezug aufgrund einer kostenlos zur Verfügung gestellten Mahlzeit würde pro Frühstück mit 1,73 € (ab 2018; 1,70 € bis 12/2017) in der Lohnabrechnung berücksichtigt werden und mit Lohnsteuer und Sozialversicherung belegt. „Trockne“ Brötchen zusammen mit Getränken gelten nach Ansicht des Finanzgerichts als „Kost“ und fallen unter die 44-€-Freigrenze (lohnsteuerfrei und sozialversicherungsfrei), sofern diese nicht durch den Geldwert der Kost und andere Geldwerte Vorteile (z. B. Tankgutschein) überschritten wird.

Das Verfahren ist noch beim BFH anhängig, dabei ist auch noch zu klären, welche Nahrungsmittel und Getränke zusammen als

  • Frühstück bzw. Mahlzeit  >>> Konsequenz: 1,73 € pro Frühstück
  • „Kost“ >>> Konsequenz: 44 €-Freigenze , sofern nicht überschritten oder
  • steuerfreie Aufmerksamkeiten

gelten.

Bei Fragen hilft Ihnen unser Kanzleiteam gern.

 

 

 

Veröffentlicht am 21.12.2017

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