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Steuerermäßigungen bei haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen

Die zeitintensive Unternehmerschaft lässt häufig wenig Spielraum für eine umfangreiche Betätigung im Haushalt oder gar eigene handwerkliche Tätigkeiten in Haus und Garten. Aus diesem Grund wird nicht selten Unterstützung im Sinne von externen Dienstleistern und/oder geringfügig Beschäftigten in Anspruch genommen. Aufwendungen, die in Zusammenhang mit haushaltsnahen Dienstleistungen entstehen, können sich unter Umständen steuermindernd auswirken. Die wichtigsten Regelungen stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.

Die Leistungen, welche eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG nach sich ziehen können, lassen sich in 3 Kategorien einordnen:

Kategorie

Beispiele

Steuerliche Wirkung

1. Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse in geringfügiger Beschäftigung

Dienstleistungen mit Bezug zur Hauswirtschaft wie

z. B. Zubereiten von Mahlzeiten im Haushalt, Reinigung der Wohnung, Fensterreinigung, Bügelarbeiten, Gartenpflege, Hausmeistertätigkeiten; Wäschereinigung im Haushalt

nicht: Erteilung von Unterricht im Haushalt

Steuerermäßigung auf Antrag um 20 Prozent, höchstens 510 Euro, der Aufwendungen des Steuerpflichtigen.

2. Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse (mehr als geringfügige Beschäftigung) + haushaltsnahe Dienstleistungen (Dienstleistungsagenturen oder selbstständige Dienstleister)

Steuerermäßigung auf Antrag um 20 Prozent, höchstens 4.000 Euro, der Aufwendungen des Steuerpflichtigen

3. Handwerkerleistungen durch Dienstleister

Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen wie

z. B. Abflussrohreinigung, Bodenlegearbeiten, Fassadenarbeiten, Dacharbeiten, Errichtung von Wegen, Dachrinnenreinigung, Dachgeschossausbau, Kamineinbau, Kellerausbau; Wärmedämmmaßnahmen

nicht: handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme

Steuerermäßigung auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 1.200 Euro

 

Besonderheiten für Bewohner eines Altenheims:

Die Steuerermäßigung der Kategorie II. kann ebenfalls in Anspruch genommen werden, wenn der Steuerpflichtige in einem Heim untergebracht ist. Aufwendungen, welche nicht zu den allgemeinen Unterbringungskosten zählen, sind mit denen einer Hilfe im Haushalt vergleichbar und somit abziehbar.

Für die Klärung von Detailfragen und die Prüfung des Einzelfalls ist eine Abstimmung mit Ihrem Steuerberater empfehlenswert.

 

 

 

Veröffentlicht am 13.09.2017

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